Über die KURZFILMSCHMIEDE. Seit 2005.

 

Die Vorgeschichte

Meine Wenigkeit hat sich schon seit ich denken kann für Film und Fernsehen interessiert. Dabei ging es nicht nur um die Geschichten an sich, sondern auch um deren Entstehung. Daher war ich auch immer derjenige, der meinem Vater im Urlaub die alte Videokamera aus der Hand gerissen hat, um damit alle wichtigen und unwichtigen Details des Urlaubs zu dokumentieren. Daraus kristallisierte sich dann in mir der Wunsch heraus, selber mal einen eigenen Film zu drehen.

Als es dann im Jahre 2000 im Deutschunterricht hieß, zu einem Roman eine Fotocollage zu gestalten, schnappte ich mir einen Mitschüler und wir beschlossen kurzerhand, einige Szenen aus dem Roman filmisch umzusetzen. Die Sache war zwar relativ dilettantisch, kam aber gut an und war auf jeden Fall eine Abwechslung zum Schulalltag.

 

Über das Theaterspiel zum eigenen Film

Aber mein Traum, einen eigenen Film mit selbst geschriebenem Drehbuch zu realisieren, musste noch einige Zeit auf sich warten. Erst nachdem ich 2004 in einer Theatergruppe in dem Stück „Das Mädchen aus der Feenwelt“ mitgespielt hatte, kam mir dann der Einfall zu einem Kurzspielfilm. Durch glückliche Umstände fand ich die Leute, die ich zur Realisierung so eines Projektes brauchte, und so wurde 2005 der Film „Herz zu gewinnen“ gedreht und feierte noch im selben Jahr Premiere. Mein Traum ging in Erfüllung.

 

Das Blut war geleckt

Nach einiger Zeit fing es dann aber wieder an zu kribbeln. Ich schnappte mir einfach ein paar meiner Freunde, um mit ihnen ein paar Ideen für Kurzfilme zu sammeln. Dabei sind ein paar Ideen zusammen gekommen und Ende 2007 wurde der Film „nur ein Augenzwinkern“ abgedreht. Das Drehbuch dazu verfasste ich zusammen mit Mara.

Aber auch für die Zeit danach standen schon zwei weitere Drehbücher parat, die darauf warteten, realisiert zu werden. Im Jahr 2008 wurde der surreale Kurzfilm „esseulé“ gedreht, dessen Drehbuch auf einer Idee von Benedikt und mir basiert. Im Sommer 2009 konnte der Film „Für Ewig“ abgedreht werden, welcher auf einer Idee von Sabrina und mir basiert. Mittlerweile hatte sich meine Filmleidenschaft verselbstständigt und es gelang, im Schnitt einen Film pro Jahr zu drehen. Die KURZFILMSCHMIEDE hatte Fahrt aufgenommen.

Ende 2009 / Anfang 2010 wurde dann ein weiteres Projekt verfilmt: „Choices“. Zusätzlich stand 2010 ganz im Zeichen der Nachproduktionen: „nur ein Augenzwinkern“ und „esseulé“ feierten ihre langersehnten Premieren und auch „Für Ewig“ und „Choices“ nahmen einen großen Schritt dahin, um 2012 uraufgeführt zu werden.

 

Plötzlich gab es eine Zielgruppe und einen Filmpreis

2011 bildete dann einen kleinen Wendepunkt für die KURZFILMSCHMIEDE. Mit „Der letzte Tag“ haben wir uns an ein Projekt gewagt, welches wir auch für einen Wettbewerb benutzen wollten. Es handelt sich um einen Filmbeitrag zum STARDUST-AWARD, ausgerufen zum 50. Geburtstag der Heftromanserie PERRY RHODAN. Nachdem der fertige Film eingereicht wurde und sogar den dritten Platz in diesem Wettbewerb ergattern konnte, wurden die Weichen für neue Projekte gestellt.

 

Die Zeit der Experimente begann

Dies führte dazu, die KURZFILMSCHMIEDE noch stärker auf den Kern des Aufeinandertreffens unterschiedlichster Charaktere zu konzentrieren. Denn im Zuge der vielen Projekte wurden die Mitwirkenden immer mehr zu einer Gemeinschaft zusammengeschmiedet. Und auf diese Entwicklung wurde weiter aufgebaut. Als erster Höhepunkt fand 2013 – neben der Veröffentlichung eines neuen Logos, erstellt von Benedikt – das sogenannte PFINGST-EXPERIMENT statt. Am Pfingstsamstag trafen sich zehn Kreative der KURZFILMSCHMIEDE und erarbeiteten in einem intensivem Brainstorming die Idee zu dem Kurzfilm „La Fin“, welcher direkt am Pfingstsonntag auch abgedreht wurde.

Dieses Format erfreute sich solch einer Beliebtheit, dass wir mit dem HIMMELFAHRTSKOMMANDO im Jahre 2014 den Kurzfilm „Palindrom“ und mit der JUBILÄUMSMISS10N im Jahre 2015 den Film „Escalevation“ entwickelten und abdrehten. Im Nachgang werden diese drei Kurzfilme auch als „Gifhorn-Trilogie“ bezeichnet. Und während der Brainstormingphasen sind auch weitere Ideen entstanden, die möglicherweise in der Zukunft der KURZFILMSCHMIEDE noch mal aus der Schublade geholt werden könnten: „Tote Kommunikation“, „Blind Date“ oder „Der Stammtisch“.

Weiteres Hauptaugenmerk der KURZFILMSCHMIEDE war die Planung und Realisierung von „15:33“, einer surrealen Filmidee, welche zusammen mit Julia entstanden ist. Gedreht wurde hauptsächlich im Jahr 2014. Es ist auch der erste Film der KURZFILMSCHMIEDE, der einen größeren Einsatz von visuellen Effekten erforderte. Bisher hatte nur „Der erste Tag“ eine kleine CGI-Sequenz gehabt.

 

Verbreiterung des Fokus

Im Anschluss wurde eine Idee von Dirk von Martin zu einem Drehbuch umgeformt und Anfang 2016 wagten wir nach einer kurzen Kreativpause den Dreh von „Let’s do it!“. Etwas experimenteller sowie neuen und alten Gesichtern der KURZFILMSCHMIEDE drehten wir einen Partyfilm in Bremen.

Und so wuchs die Community weiter und im Jahre 2016 begab sich die KURZFILMSCHMIEDE sogar zu einem Treffen in der Bundeshauptstadt Berlin: unter „KURZFILMSCHMIEDE goes BERLIN“ konnten wir weitere Kontakte knüpfen und schon im Jahr darauf durften wir ein Drehbuch von Farzane verfilmen. Mit „Angsthase“ entstand der erste Film der KURZFILMSCHMIEDE, dem man eine politische Aussage entnehmen könnte.

Im Anschluss wagten wir ein weiteres Experiment: Mein erster Kurzfilm der KURZFILMSCHMIEDE, bei dem ich nicht Regie führe. Der Drehbuchautor Robert stellte uns seine Idee „Fauxpas“ vor und 2018 ist geplant, dieses Werk zu verfilmen. Ich gönnte mir dabei neben dem Posten als Produzenten dann endlich mal eine Hauptrolle nach meiner Zeit am Theater vor 14 Jahren.

 

Zu den Sternen

Nun ist das Jahr 2018 angebrochen und unsere Homepage hat dank Benedikt ihren verdienten Relaunch erfahren. Zeit, ein wenig in die Zukunft zu schauen, was neben den anstehenden Postproduktionen so kommem mag:

So schwirren auch für die Zukunft noch einige Ideen im Kopf herum, die eines Tages realisiert werden könnten. Neben dem Science-Fiction-Musical-Kurzfilm-Projekt „Meech“ sind dies Ideen zu einem Superheldenfilm namens „Timeless Heroes“ und das Skript zu „Mesokosmos“, welches inhaltlich einen Bogen zu den Anfängen der KURZFILMSCHMIEDE schlagen wird. Und wer weiß, was die Community sonst noch so aus dem Hut zaubert.

Die Zukunft der KURZFILMSCHMIEDE wird hoffentlich weiterhin spannend bleiben…

 

Wir brauchen Euch

Und damit komme ich nun endlich zum Wichtigsten Teil dieses langen Textes:

Jeder, der sich gerne kreativ bei uns einbringen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, mit uns in Kontakt zu treten. Egal, ob Du Schauspieler, Kameramann, Zeichner, Webdesigner, Musiker, Bastler, Maskenbildner, Computereffekte-Ersteller, Drehbuchautor oder einfach nur ausreichend Verrückter bist. Meldet Euch. Jeder von Euch ist herzlich willkommen!

Ad Astra, Euer Patrick.